Bald im Kino: Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers Das Ende der Saga rund um Rey, Kylo Ren & Co.

Während die einen es kaum noch abwarten können, ist der Hype bei manch anderem seit einem Weilchen zum erliegen gekommen. Denn der letzte Film der Reihe, Star Wars: Die letzten Jedi, hat die Fangemeinde so sehr gespalten, wie kein anderer Ableger der intergalaktischen Sci-Fi-Saga. Drum liegt es nun in den Händen von J.J. Abrahams dem Weltraum-Epos zu alter Stärke zu verhelfen. Ob ihm dies mit Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers gelungen ist, verraten wir euch natürlich spoilerfrei in den nachfolgenden Zeilen.

Korrekturrunde

Mit Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers bringt Regisseur J.J. Abrahams die mittlerweile dritte Star Wars-Trilogie an ein Ende. Das Imperium herrscht weiterhin mit einer erheblichen Dominanz über die Galaxis, während Kylo Ren eine altbekannte Macht aufsucht, die ihm eine große Herausforderung abverlangt: Rey aufspüren und töten, bevor sie zu einem Jedi-Ritter wird. Mehr wollen wir an dieser Stelle auch nicht verraten, denn seien wir ehrlich: Das Grundkonstrukt der Star Wars-Story hat sich in den letzten 40 Jahren kaum verändert. Es ist eine weitere märchenhafte Erzählung, wie wir sie kennen und auch lieben.

Was allerdings direkt zu Beginn klar gemacht wird, ist J.J. Abrahams Einstellung gegenüber dem Vorgänger. Wenig überraschend gefiel Abrahams nicht, was Rian Johnson in Episode 8 veranstaltet hat und demnach geht es in dem Film häufig um eins: den Scherbenhaufen beseitigen, den Herr Johnson verursacht hat. In einer Szene wird sogar auf eine exorbitant offensichtliche Weise auf gewisse Kritikpunkte an Star Wars: Die letzten Jedi hingewiesen, die lauthals schreit: „Siehst du Johnson. So macht man das! Das ist Star Wars!“ Diese Korrekturen sind demnach wenig subtil, funktionieren aber in den meisten Fällen ziemlich gut und haben uns deshalb auch wenig gestört.

Let’s bring it to an end

Allerdings verstrickt sich Abrahams abseits der Aufräumaktionen selbst einige Male in Logikfehlern. Man kann schon förmlich die Fraktion hören, die bloß darauf wartet Episode 9 aufgrund Szenen X oder Logikfehler Y auseinanderzunehmen. Aber wenigstens hat Abrahams eins gemacht, was Johnson vollkommen vernachlässigt hat: Antworten auf die Fragen geliefert, die wir uns seit Beginn der Trilogie stellen. Demnach seien die paar Logiklücken unseres Erachtens wohlwollend verziehen.

Was manch einen ebenso stören könnte, ist das Pacing. Man merkt wahrlich die Flut an Ambitionen, die in Abrahams Adern brannte, dieser Trilogie einen würdigen Abschluss zu verpassen. Manchmal wirkt diese schon beinahe überambitioniert, denn der Film springt zwischen extrem vielen Figuren, Orten und Handlungen umher, die genügend Inhalt für zwei Filme geboten hätten. Doch Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers – Teil 1 und Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers – Teil 2 wären allein schon wegen dem überirdisch langen Titeln nicht in Frage gekommen. Drum fühlt sich Episode 9 teils wie ein Abschluss im Schnelldurchlauf an, da manche Beziehungen oder Handlungsstränge nicht genügend Luft bekommen.

Ein Abschluss voller Herz & Action

Gerade von denen hat Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers nämlich eine ganze Menge zu bieten. Besonders die brüderliche Beziehung zwischen Fynn und Po stiehlt beinahe dem Kampf zwischen Rey und Kylo Ren die Show. Wenn C3PO, der zusammen mit R2D2 dieses Franchise seit mehr als 40 Jahren unsicher macht, dann noch einen wahrlich melancholischen Moment bekommt, dann geht einem als Star Wars-Fan das Herz auf. Und auf der Seite des Imperiums gibt es zwar immer noch ein, zwei Lacher, doch auch hier hat man den Humorpegel stark zurückgeschraubt, sodass das sonst so böse Imperium nun auch mal wieder böse erscheint. Scheint als hätten Abrahams & Co. diesmal die Meinung der Fans berücksichtigt.

Was uns zudem tierisch gut gefallen hast, ist der Ausbau des Star Wars-Kosmos. Damit ist gemeint: die Flora, die Fauna, die Fahrzeuge und Waffen, die abstrusen Lebewesen, etc. Hier pulsiert das Fanboy-Herz höher. Als Beispiel sei hier eine Verfolgungsjagd in einer Wüste angebracht, bei der Rey und ihre Gefährten von imperialen Truppen verfolgt werden. Diese jagen mit einer Art wuchtigen Wüstenbikes durch den Sand und haben auf dem Rücksitz einen Jetpack-Trooper. Auf Knopfdruck können die Bikes ruckartig ihr Heck hochpressen und den Trooper in die Luft befördern. Das passiert mit einer audiovisuellen Wucht wo wir uns bloß dachten: „Das ist Star Wars. So was wollen wir sehen. Mehr davon!“

Fazit

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers ist zweifelsohne kein perfekter Film. Eine Art erzwungenes Storytelling, Logikprobleme und viele weitere, kleine Mankos trägt der Streifen in sich. Dennoch kann der Film als überaus solider Abschluss gewertet werden, der vor allem durch sympathische Beziehungen, eine spektakuläre Inszenierung oder ein gutes Maß an Einfallsreichtum punkten kann. Also machen wir uns nichts vor. Das ist Star Wars. Den schaut man sich im Kino an. Egal, ob man ihn letzten Endes hassen oder lieben wird.

 

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