StuPa Uni Siegen

45. StuPa: Spontane Beschlussunfähigkeit Erste Sitzung mündet in Grundsatzdiskussionen zwischen JU und GLL

Das überraschende Ende der ersten Sitzung des 45. Studierendenparlaments ist schon jetzt Thema in den Uni-Siegen-Gruppen der sozialen Medien. Die Diskussion um den Begriff von Demokratie und darum, ob die JU nun „tendenziell homophob und rassistisch“ sei, stellen die eigentlichen Beschlüsse in den Schatten. Für alle, die sich nicht zweieinhalb Stunden vor einen schlechten Livestream setzen oder fünf Monate auf das StuPa-Protokoll warten wollen, sind die wichtigsten Fakten hier noch einmal zusammengefasst.

Minimalismus: minimalistische Einrichtung

Minimalismus – Mit Genügsamkeit zum Wohlbefinden

Streben wir nicht alle danach, besser zu leben? Wir stecken uns Ziele, gesünder zu essen, mehr Sport zu treiben und generell schlechte Einflüsse aus dem Leben zu streichen – man könnte beispielsweise auf Tiefkühlpizza verzichten oder weniger aufs Handy gucken. Der noch recht frische Lebensstil, um negative Einflüsse aus dem Leben zu verbannen, heißt Minimalismus. Doch geht so was überhaupt?

Planlos geht mein Plan los Über das Erwachsenwerden und legitime Zweifel

  Als Kind malt man sich ganz genau im Kopf aus, wie das Leben auszusehen hat, „wenn man mal groß ist“. Man hat einen Plan und glaubt fest daran, dass erwachsen sein fabelhaft ist; dass alles genau so rosig sein wird, wie man es sich vorstellt. Dabei ist man noch viel zu jung ist, um zu verstehen, wie die Welt wirklich tickt. Die Realität sieht meist nämlich deutlich planloser aus. Unter Druck setzen sollte man sich dennoch nicht.

Z.T. unangenehme, aber durchaus relevante Fragen an… ...Ralf Grätsch, den stellvertretenden Chefkoch unserer Uni-Mensa.

Vielfach ausgezeichnet stellt unsere Mensa an so manchem Tag den einzigen Grund dar, um sich überhaupt auf den Mt. Haardter zu schleppen. Wir dachten, es wär mal ganz aufschlussreich mit einem der gastronomischen Strippenzieher zu plaudern. Ralf Grätsch hat mit uns nicht nur über hygienische Malheurs und unerfüllbare Forderungen seitens der Studierenden gesprochen, sondern auch einen Vorschlag fürs perfekte Candlelight-Menü rausgehauen.

Angst, sonst nichts. Über die leise Tyrannei der Seele

Ich weiß nicht mehr wann die Angst anfing. In den letzten Jahren sind genug Therapeuten alle erdenklichen Entwicklungsszenarien durchgegangen. Angst findet nur im Kopf statt heißt es. Angst ist lebensnotwendig. So was sagen sie zumindest. Andernfalls säße heute ein Säbelzahntiger im Kittel vor mir. Eine eigentlich sehr amüsante Vorstellung. Bringen tut sie gar nichts. Angst wird zur Krankheit, wenn sie aus völlig irrationalen Gründen auftritt. Unaufhörlich. Trigger, wie die Ärzte sie nennen, rufen die Angst auf den Plan. Es klingt vielleicht seltsam, aber die Angst ist immer da.

Bullet Journal: Kalender, Tagebuch und Braindump in einem Moderne Tagebücher zur Verbindung von Selbstdisziplin und Kreativität

Was ist eigentlich dieses Bullet Journal-Gedöns? Das war meine Reaktion, nachdem ich auf Pinterest, YouTube und Co. von Bullet Journals oder Bullet Journeling gehört habe. Also habe ich mir das mal angeschaut: Im Grunde ist ein Bullet Journal eine Vermischung von Tagebuch und Kalender. Das Ganze passiert offline, ganz analog mit Stift und Kladde. Was also ist das Besondere daran? Und wie schaut so ein Bullet Journal eigentlich aus? Im Selbstversuch habe ich mich mal herangetraut und selbst ein BuJo geführt.

Freud, Narzissmus und die Selfie-Culture Antiquierte Gedankenspiele und die Notwendigkeit ihrer Neubewertung im digitalen Zeitalter

Für Sigmund Freud stand eines fest: narzisstische Dispositionen – eben auch in Anlehnung an die mythologische Figur – sind Ausdruck eines verdorbenen Hanges zur Selbstvernarrtheit und finden im Zuge außerweltlicher Isolation statt. Dass sich diese Einschätzung gerade in Zeiten objektiv messbarer Selbstdarstellung als völlig überholt erweist, beglaubigen die sozialen Praktiken des digitalen Zeitalters. 

Dialoger – Die Rattenfänger der Gemeinnützigkeit Spendensammler von Non-Profit-Organisationen, ihr habt ein Aggressionsproblem. Und ich jetzt auch.

Der Weg durch die Siegener Innenstadt wird von Frühling bis Herbst zum Spießrutenlauf: An jeder Ecke springen einem Dialoger, Mitarbeiter von Non-Profit-Organisationen, in den Weg und wollen einen mit grenzdebilen Sprüchen zum Abschluss eines Spendenvertrags bewegen. Unsere Autorin hat genug davon. Eine Abrechnung (mit der Möglichkeit zur Versöhnung).

Immer gleiten dieselben Filter vorüber Der mythologische Narziss als Sinnbild digitaler Kulturkritik

Wenn bei André Gides Narziss-Interpretation von einem Traktat die Rede ist, tritt recht schnell zu Tage, dass das, was folgt, ideeller Natur entspringen muss. Vielleicht sogar einem Missionierungsbestreben. Dass sich der mythologische Narziss ebenso wie die Textform aus der Antike erhoben, scheint in diesem Fall v.a. deshalb zweitrangig, weil der Autor egomanische Selbstverliebtheit als Signum der modernen Gesellschaft verurteilt. Interessanter noch: Gide antizipierte das, was wir heute unter Selfie-Culture verstehen. Der Mythos von Narcissus dient hier gut und gerne als Blaupause. Dabei mutet Gides Anprangerung sehr eindringlich wie bildhaft an. Ovid, Urheber der mythologischen Sage, wird sich im Grab umgedreht haben.