Fdk 5 – Salazars Rache: Hat sich das lange Warten gelohnt? Sechs Jahre sind bis zum Kinostart des neuen Teils vergangen

Die Fans der Fluch der Karibik-Saga mussten sich lange gedulden: Bereits 2011 lief der letzte Teil an (Fremde Gezeiten), doch der Kinostart des fünften Teils (Salazars Rache) wurde seither regelmäßig verschoben. Nun läuft er endlich in den Kinos und vieles ist anders als zuvor. Doch ist die lang ersehnte und nunmehr bereits vierte Fortsetzung überhaupt sehenswert?

(Spoiler-Warnung: Der folgende Text enthält Informationen über die Handlung und die Charaktere des Films Salazars Rache, verrät aber weder den gesamten Plot noch das Ende.)

Immer wieder wurde der Kinostart des fünften Teils des Piratenepos verschoben: Ursprünglich sollte er 2015 in die Kinos kommen, doch aufgrund einer Verletzung Johnny Depps und der wiederhallenden Enttäuschung über den Flop von Lone Ranger, der ein finanzielles Fiasko für Disney darstellte (ein Verlust von ca. 190 Millionen Dollar), hat sich das Erscheinungsdatum wieder einmal verzögert. Laut Produzent Jerry Bruckheimer wollte man zudem das Drehbuch weiter perfektionieren. Doch diesen Sommer war es dann endlich so weit. Am 25. Mai 2017 feierte der fünfte Teil der Erfolgsreihe Premiere in den deutschen Kinos.

Anders als im vierten Teil knüpft hier die Besetzung an Teil eins bis drei an, da Orlando Bloom und Keira Knightley ihre Rollen als Will und Elisabeth Turner in Salazars Rache nun wieder auf der Leinwand zu sehen sind. Neben, wie könnte es anders sein, Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) gibt es noch zwei weitere Protagonisten. Nämlich Henry Turner (Brenton Thwaites), Sohn von Will und Elisabeth, sowie Carina Smyth (Kaya Scodelario). Die Dreharbeiten fanden ausschließlich in Australien statt.

Der Film handelt davon, dass der Geisterkapitän Salazar (Javier Bardem) eine offene Rechnung mit Captain Jack Sparrow begleichen will. Um jeden Preis will er Rache und sucht deshalb die Meere nach Jack ab. Zugleich sucht auch Will Turners Sohn Henry Turner nach Jack und begegnet dabei der jungen Astronomin Carina Smith, die auf der Suche nach dem Dreizack des Poseidons ist, um das Vermächtnis ihres Vaters aufrechtzuerhalten. Während Salazar ein Schiff nach dem anderen angreift, taucht auch Barbossa (Geoffrey Rush) auf, der ebenfalls den Dreizack für sich beansprucht. So beginnt für alle Beteiligten eine abenteuerliche Reise.

Hätte nach dem vierten bzw. dem dritten Teil Schluss sein sollen?

Zunächst einmal hebt sich der Film atmosphärisch von den anderen Teilen ab. Statt Hans Zimmer, der bekannt für die berühmte Komposition der Reihe ist (und dem damit der starke Wiedererkennungswert der FdK-Filmmusik  zu verdanken ist), hat ein neuer Komponist sein Glück versucht (Geoff Zanelli). Der typische Humor, der oft auch durch die Musik unterstützt wurde, fehlt dadurch ein wenig.

Die Hauptperson Jack Sparrow rückt bei diesem Teil doch eher in den Hintergrund, wodurch die Charaktere Henry und Carina im Vordergrund der Story stehen. Jack stellt eher die Witzfigur der Story dar und büßt seine altbekannte Coolness ein wenig ein. Während Jack sonst immer einen Plan auf Lager hatte, scheint er in Salazars Rache nicht wirklich zu wissen, wo es langgeht. Dadurch wird der Anschein erweckt, seine Figur schwimme in der Story einfach nur mit. Dass Disney damit frischen Wind in die Story bringen wollte, steht außer Frage. Leider kommt dadurch das typische Fdk-Feeling nicht so rüber, wie in den Teilen zuvor, auch wenn viele der üblichen Charaktere dabei sind.

Salazars Rache ist ausbaufähig, aber für Fans dennoch ein Muss

Durch den ständigen Ortswechsel und die vielen Nebenstränge gerät auch der Haupthandlungsstrang etwas in den Hintergrund. Vor allem die Szenen auf dem Meer, speziell auf der Black Pearl, hätten ausgebaut werden können. Es soll ja eigentlich um Piraten gehen. Insgesamt wirkt die Story des Dreizacks als auch die generelle Mythologie im Film so abstrakt, als wolle man unbedingt die vorherigen Teile damit übertrumpfen.

Obwohl Salazars Rache durchaus ausbaufähig ist, vergebe ich 4 von 5 Sternen. Er ist trotz alledem ein humorvoller, actionreicher, spannender und stellenweise romantischer Film. Die schauspielerische Leistung der Beteiligten ist ebenfalls sehenswert. Besonders Tatsache, dass altbekannte Gesichter zu sehen sind, die im vierten Teil fehlten, hat mir persönlich sehr gut gefallen. Für alle Fdk-Fans lohnt es sich auf jeden Fall. Man sollte nur wissen, dass sich die  typische Fluch der Karibik-Atmosphäre etwas verändert hat. Ob nun nach dem dritten Teil hätte Schluss sein sollen, bleibt wohl Ansichtssache. Es lässt sich nicht leugnen, dass Filmreihen oft des Geldes wegen in die Länge gezogen werden und man dadurch das Gefühl bekommt, den Machern falle nichts mehr ein. Aber wer Veränderung mag und nicht so sehr auf den Wiedererkennungswert besteht, wird sich wohl auch im Falle eines sechsten Teiles freuen dürfen.

Bild: sandra.scherer (frei zur kommerziellen Nutzung; Keine Änderungen vorgenommen; hier gefunden)

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One thought on “Fdk 5 – Salazars Rache: Hat sich das lange Warten gelohnt? Sechs Jahre sind bis zum Kinostart des neuen Teils vergangen

  1. Vielen Dank für die ausführliche Rezension!
    Der Artikel beschreibt gut, worum es in dem Film geht und ob es sich lohnt ihn zu schauen!

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