Generation Nachhaltig Wie du ein kleines bisschen die Welt retten kannst und deinen Geldbeutel vielleicht auch

Unser Nachhaltigkeitsbewusstsein wächst. Zum Glück muss man wohl sagen, denn leider können wir, das was  wir in unserer Umwelt schon zerstört haben, nicht so einfach oder auch gar nicht mehr rückgängig machen! Und auch wenn ein Nachhaltiger Lebensstil oft ein wenig aufwändiger ist, ist es immerhin eine Investition in unsere Zukunft. Eine gute Möglichkeit was Gutes zu tun, habe ich durch Zufall gefunden. Die App „To good to go“ und natürlich musste ich sie direkt ausprobieren.

Die Sache mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum

Während ich durch den Supermarkt schlendere und meinen Einkauf zusammensuche, fällt mein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Jedes Mal ein Wettlauf gegen die Zeit, den ich leider nicht immer gewinne. Ob ich es wohl schaffe, diese ganze Flasche Milch zu verbrauchen bevor sie abgelaufen ist? Da wird mir wieder bewusst, dass ich schon wieder drauf reingefallen bin und diese Milch wohl noch so viel länger haltbar ist, als das Mindesthaltbarkeitsdatum mir sagt. Aber sind wir mal ehrlich so viele Menschen nehmen das mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum sehr ernst. Vielleicht ein bisschen zu ernst. Mich macht es traurig, wenn ich sehe wie Obst, Gemüse und oft ein Haufen von frischer Brötchen in der Tonne der Supermärkte und Bäckereien landen. Viele Menschen könnten davon noch satt werden. Doch ich weiß, dass Supermärkte oft nur die Gesetzte einhalten und gar nicht anders können, als all diese Lebensmittel wegzuschmeißen.

 

TooGoodToGo

“To good to go” im Test

Doch was hat diese Lebensmittelverschwendung überhaupt mit Umweltschutz zu tun? Laut der Webseite der App „to good to go“ werden mit jedem Kilo Brot was in der Tonne landet 1000 Liter Wasser verschwendet. Zudem treibt auch die Lebensmittelverschwendung die Treibhausgasemissionen um 8 % in die Höhe. Genau dagegen möchte die App ankämpfen und träumt von einer Welt ohne Verschwendung von wertvollen Lebensmitteln. In Kooperation mit vielen gastronomischen Betrieben in deiner Stadt kann jeder ganz einfach über die App eine sogenannte Wundertüte zu reduzierten Preisen kaufen und so Lebensmittel retten. Meist sind diese Lebensmittel dann vom Vortag oder Obst und Gemüse sehen nicht mehr perfekt aus. Dennoch können sie ohne Bedenken gegessen werden. Seit 2015 gibt es diese App auch in Deutschland und feiert große Erfolge.

Voller Euphorie lade ich mir die App direkt runter! Wie cool ist es bitte, dass so fast abgelaufene Lebensmittel noch eine Chance bekommen. Ich öffne die App und kann, nachdem ich mich angemeldet habe, meinen Standort eingeben. Dann werden mir alle Angebote in meiner Nähe angezeigt. Klar ist, dass besonders im kleinen aber feinen Siegen die Anzahl der teilnehmenden Geschäfte gering ist. Dennoch gibt es unterschiedliche Lebensmittel, die ich retten kann. Ich kann mich zwischen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten, Salaten und Fischbrötchen entscheiden. Los geht es! Heute entscheide ich mich für die Obst und Gemüse Tüte des Supermarktes meines Vertrauens. Die Beschreibung hört sich schon mal vielversprechend an: Unterschiedliches regionales und exotisches Obst und Gemüse, das vielleicht nicht mehr perfekt aussieht, aber immer noch lecker ist. Kein Problem denke ich! „Nobody is perfect“ richtig? Schnell bezahle ich die Tüte und bekomme eine Benachrichtigung, dass ich meine geretteten Lebensmittel gleich heute Mittag abholen kann. Gesagt, getan und  mit meinem Kaufbeleg bewaffnet gehe ich in den Supermarkt meines Vertrauens und bekomme von einem Mitarbeiter meine Wundertüte überreicht. Gespannt wandert mein Blick in die Tüte, neben einer Banane finde ich einen Apfel, eine kleine Packung Erdbeeren, einen Blumenkohl und einen Brokkoli, Karotten sowie zwei leckere Paprikas. Mega, mein Abendessen ist gerettet. Als stolze Foodsaverin verlasse ich den Laden.Ganz schön gut fühlt sich das an!

 

TooGoodToGo

Top oder flop?

Ich kann es nicht anders sagen, aber ich bin wirklich begeistert von diesem Konzept und muss natürlich all meinen Freunden davon erzählen. So haben wenigstens ein paar der Lebensmittel, die jeden Tag in der Tonne landen eine zweite Chance bekommen. Außerdem ist diese Art des Einkaufen so viel günstiger, als wenn ich diese Lebensmittel für mindestens das doppelte regulär im Laden gekauft hätte. Und welcher Student sagt schon nein zum Geldsparen?

In den meisten Großstätten gibt es dazu noch eine deutlich größere Auswahl an Lebensmittel und so kann man beispielsweise auch in Köln an Mittags- oder Frühstücksbuffets von Hotels sich einen Teller füllen. Also macht der leere Kühlschrank am Sonntagmorgen auch nichts mehr aus. Meiner Meinung nach ist so die Welt ein kleines bisschen zu retten, kinderleicht!

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