Minimalismus: minimalistische Einrichtung

Minimalismus – Mit Genügsamkeit zum Wohlbefinden

Streben wir nicht alle danach, besser zu leben? Wir stecken uns Ziele, gesünder zu essen, mehr Sport zu treiben und generell schlechte Einflüsse aus dem Leben zu streichen – man könnte beispielsweise auf Tiefkühlpizza verzichten oder weniger aufs Handy gucken. Der noch recht frische Lebensstil, um negative Einflüsse aus dem Leben zu verbannen, heißt Minimalismus. Doch geht so was überhaupt?

Bei meiner Recherche zu MinimalismusMinimalismus […] bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsum­orientierten Überflussgesellschaft sieht. Konsumkritische Menschen versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen. (Quelle: Wikipedia)stieß ich auf Jenny Mustard, eine Influencerin, die ihren ganzen Content rund um Minimalismus produziert und Ratschläge zu einem besseren Leben preisgibt. Ihre Videos nimmt sie in ihrer sehr weißen, modernen und absolut cleanen Wohnung auf: alles ist sauber, nichts steht ohne bestimmten Grund herum. Lässt sich Minimalismus also mit dem Gedanken verknüpfen, man habe dadurch sein Leben auf jeden Fall im Griff?

Simplify Your Life

In einem ihrer Videos erklärt sie, warum sie Minimalistin ist und was das überhaupt bedeutet. Symplify Your Life bleibt hängen. Sie erzählt, dass sie sich durch ihre reduzierte Lebensweise besser auf sich und die Dinge konzentrieren kann, die ihr wichtig sind. Minimalismus bezieht sich ihrer Meinung nach nicht nur auf den Kleiderschrank, sondern auf sämtliche Lebensbereiche. Hört sich doch eigentlich ganz gut an, oder? Als erstes denkt man noch daran, bloß noch mit fünfzig Dingen zu leben. Doch Minimalismus zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Regeln gibt, wie man ihn auszuleben hat. Jeder darf so viel Minimalismus in seinen Alltag integrieren, wie er für richtig hält.

Wenn ich weg bin, lass ich nichts zurück

Blogger auf Youtube raten, bei einem einzelnen Raum seiner Wohnung anzufangen. Ich wollte es auch ausprobieren und habe mir als erstes meinen Kleiderschrank vorgenommen, was eh schon dringend nötig war. Bei jedem Kleidungsstück habe ich mich gefragt: Brauche ich das wirklich? Wie oft hatte ich das im letztem Jahr wohl an? Am Ende lag eine große Tüte für die Kleiderspende auf dem Bett und tatsächlich fühlte ich mich ein Stück weit befreit. Hinzu kommt, dass ich ja auch was Gutes getan hatte. Die Vorteile, die dieser Lebensstil mit sich bringt, wurden mir durch das Aussortieren vor Augen geführt. Dadurch, dass man wenige Sachen hat, ist man flexibel. Überkommt einen das plötzliche Verlangen, nach Bolivien auszuwandern – auf geht’s! Man braucht sich auch gar nicht mehr an einen Ort zu binden, lebt gesünder, also stressfreier. Alle Eigenschaften, die der Minimalismus vereint, versinnbildlichen gewissermaßen, worauf unsere Gesellschaft abfährt. Minimalismus ist ein universales Tool sozusagen.

Minimalismus – Tadel der Gesellschaft?

Indem man sich reduziert, widersetzt man sich natürlich auch der Konsumgesellschaft, in der alles auf Massenproduktion ausgerichtet ist. Welch prächtiger Idealismus! So gesehen kann der genügsame Lebensstil als antikapitalistische Kritik verstanden werden. Sollten wir jetzt alle wie Minimalisten leben, um bessere Menschen zu werden? Wäre das dann Rebellion? Bloß nicht! Minimalismus ist eine Einstellung, eine von vielen, und letztlich gerade auch deshalb so verdächtig, weil sie bereits jetzt als Trendbewegung ihre Kreise zieht. Wie man sein Leben leben möchte, sei jedem selbst überlassen. Da ich als Studentin eh schon eine unfreiwillige Minimalistin bin und mein Geld gerade für das Nötigste ausgebe, habe ich allerdings schon Gefallen an diesem Lebensstil gefunden. Ich werd’s wohl weiterhin beibehalten.

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