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Siegener Sound mit „Sound of Siegen“

Seit kurzer Zeit gibt es den „Sound of Siegen“ bei Radius 92.1, dem Campusradio der Uni Siegen. Wir haben dem Ideengeber der Aktion, Johannes Meyer, einige Fragen dazu gestellt.

Was genau ist Sound of Siegen?
Mit dem Label „Sound of Siegen“ möchte unser Siegener Campusradio Radius 92.1 die heimische junge Musikszene fördern. Junge Musiker, Sänger und Bands können ihre Musik einem größeren Publikum zugänglich machen und das auf ziemlich einfache Art. Ab demnächst werden alle Songs aus der Region mit einem Jingle „Sound of Siegen“ akustisch gekennzeichnet, d.h. wenn die Hörer von Radius 92.1 das Sound of Siegen-Jingle hören, wissen Sie direkt, dass das Musik aus Siegen oder einem der Nachbarorte ist. Außerdem bieten wir den Bands an, ihre Musikvideos gleichzeitig auch über unseren Facebook-Account zu teilen. Ausgewählte Künstler laden wir dann sogar in unser lokales Musikmagazin „Siegplatte“ zu einem Interview ein. Wir würden uns sogar wünschen das Musiker ihre Platte zuerst bei uns vorstellen, unter dem Prinzip „Zuerst gehört bei Radius 92.1“.

Wie kam es zu der Idee und warum war es aus eurer Sicht nötig, diese Idee umzusetzen?
Ich wohne ja in der Oberstadt, wo es im Sommer häufig schon mal etwas lauter ist. Manchmal sind es die Kehrmaschinen um 5 Uhr in der Frühe, aber manchmal hat dann irgendjemand in der Nachbarschaft bei offenem Fenster so laut Musik an, dass man die Bässe durchs ganze Viertel hört. Wenn mehrere Leute ihr Fenster auf haben, dann könnte man dieses Musikwirrwarr den „Sound of Siegen“ nennen, dachte ich mir. Dann fiel mir ein, dass dies der passende Name für die Musik aus der Region sein könnte. Und da wir schon jetzt immer sehr viele mp3s von Künstlern aus der Region bekommen, die wir vereinzelt im Programm spielen, war die Aktion „Sound of Siegen“ in der jetzigen Form ganz schnell geboren. Jetzt wollen wir noch mehr Musik aus der Region spielen, denn viele schalten unser Programm hauptsächlich wegen der Musik ein. Oft bekommen wir Mails mit der Frage, von wem ein spezieller Titel ist. Die Hörer sind dann immer ganz überrascht, wenn wir sagen, dass das Lied von einer Band aus Siegen, aus Netphen oder aus Freudenberg ist. Mit dem neuen Jingle weiß dann jeder sofort: Das kommt von hier.

Wie kann man als Musiker mitmachen?
Das ist ganz einfach. Die Musiker müssen nur eine Mail mit ihrer mp3 an musik@radius921.de senden. 1-3 ausgewählte Tracks sind genug, denn wir werden pro Künstler nur eine begrenzte Anzahl an Songs spielen. In der Mail oder auch in der Facebook-Nachricht sollten dann auch ein paar wichtige Infos zur Band und zu deren Musik stehen: Was macht die Band so besonders? Was macht den Song und/oder das Video unverwechselbar? Was ist der Bezug zu Siegen oder zum Siegerland? Diese Fragen sollten auf jeden Fall beantwortet sein. Wir nehmen fast jede Art von Musik an. Volksmusik, Schlager oder Vereinslieder werden wir jedoch nicht in die engere Auswahl nehmen. Technisch sollten die mp3s Studioqualität haben. Wer genau wissen will, wie man teilnimmt, findet nähere Infos auf unserer Facebook-Seite oder auch auf unserer neuen Radius-App, die es ab Dezember geben wird.

Was erhoffen sich die Musiker, was erhofft ihr euch von dem Projekt?
Die Musiker haben die Chance, ihre Musik noch bekannter zu machen und vielleicht auch neue Fans zu bekommen. Wir hoffen, dass sich das Label schnell etabliert. Vielleicht entwickeln sich daraus ja noch ein paar andere Ideen. Ein Bandcontest unter dem Titel „Sound of Siegen“ könnte ich mir gut vorstellen. Wir werden als Radiosender viel daran setzen, dass möglichst viele Menschen von der Aktion erfahren. Flyer und Plakate sind schon in der Produktion. Die Plakate sollen dann u.a. in sämtlichen Siegener Kneipen, Clubs und Cafés hängen. Mit der Aktion wollen wir natürlich auch ein paar Hörer hinzugewinnen, die uns bisher nicht kannten. Noch wichtiger ist mir jedoch, dass möglichst viele junge Studierende erfahren, dass Radius 92.1 ihr Ansprechpartner für gute junge Musik ist und natürlich für die Themen, die auf dem Campus für Gesprächsstoff sorgen.

Was macht ihr bei qualitativ schlechten Beiträgen und bei politisch motivierter Musik?
Wir müssen natürlich immer von Fall zu Fall entscheiden. „Schlecht“ ist manchmal auch nur eine Frage der Perspektive. Technisch gut produziert sollte der Track auf jeden Fall sei, so als wenn man ihn auf eine CD brennen und dann verkaufen würde. Den Fall, dass uns politisch motivierte Musik geschickt wurde, hatten wir bisher nicht, aber gewaltverherrlichende, diskriminierende Musik spielen wir natürlich nicht. Wir halten uns, wie bisher, streng an die Auflagen, die wir als lizensierter Radiosender ohnehin haben.

Weitere Infos rund um „Sound of Siegen“ gibt es unter www.facebook.com/soundofsiegen.
Wer darüber hinaus noch mehr wissen möchte, sollte sich am 16. Januar 2014 das „PlugIn-Spezial“ auf Campus TV ansehen.

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