Siegens Fitnessstudios im Test

Wer heutzutage noch etwas auf sich hält, der ist selbstverständlich Mitglied eines Fitnessstudios und damit Teil der hiesigen Fitnessgesellschaft. Doch woher weiß man, welches Studio das richtige ist? Wir haben den Check gemacht und eine Schar an Fitnessstudios wie McFit, FitX und co unter die Lupe genommen. Im Test befanden sich 6 Studios, darunter auch einige namhafte Ketten. Wer sich schon eingehender mit der Thematik auseinander gesetzt hat, der wird hier und dort über die ein oder andere festgefahrene Meinung – vor allem im Hinblick auf Ketten – gestoßen sein. Diejenigen unter euch, die genau aus diesem Grund nie einen Fuß in so einen Schuppen gesetzt haben, die wird es sicherlich interessieren, wie die üblichen Verdächtigen im Vergleich zu den eher weniger bekannten und verbreiteten Studios abgeschnitten haben.

Wir haben bei den Besuchen der Studios verschiedene Kriterien zugrunde gelegt, die unserer Meinung nach viel Ausschlag darüber geben, ob es sich um das passende Studio für dich handeln könnte – oder eben nicht. Wichtig waren uns neben den ersten Eindrücken, wie Design und generelle Ästhetik, vor allem die Geräte und deren Funktionstüchtigkeit, die Aktualität der Geräte, die Aufteilung des Studios in sinnvolle Workout-Bereiche und eine halbwegs gesicherte Verfügbarkeit der einzelnen Geräte durch den Einsatz mehrerer Geräte desselben Typus. Neben diesen Aspekten haben wir weiterhin auch auf das Hauptklientel, Sauberkeit, Trainer-Präsenz und außerdem auf die überaus entscheidenden Preise und Öffnungszeiten geachtet.

Hier nun also im Folgenden eine Auswertung der Studios FitX, McFIT, BE FIT FITNESS, Day Night Sports, HealthCity und zu guter Letzt des Body-fit-Centers.

 

FitX

Das FitX ist eines von vielen Franchise-Unternehmen, das sich mit seinem Beginn Ende 2009 als Kette etabliert und über ganz Deutschland verbreitet hat. In Siegen liegt das Studio ziemlich zentral auf der Hagener Straße ca. 500m vom denn‘s Biomarkt entfernt. Wenn man das Gebäude betritt, merkt man schnell, dass hier viel Wert auf Modernität gelegt wird. Es zeichnet sich besonders durch seine Farbkombination schwarz und neon-orange, welche sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche zieht, aus. Das scheint typisch für diese Ketten zu sein. Wiedererkennungswert ist schließlich das A und O für ein erfolgreiches Marketing.

Jedenfalls ist unseren prüfenden Blicken nicht entgangen, dass die Geräte in diesem Studio in einwandfreiem Zustand sind. Sie sind neu, technologisch ausgefeilt, und, zu aller Kunden Freud, sie sind in großer Zahl vertreten. Interessant, wenn auch nicht sonderlich wichtig, ist, dass die Geräte durch ihr zeitloses Schwarz zum einen wunderschön in das Farbkonzept des Unternehmens passen und zum anderen sehr futuristische Vibes vermitteln. Die Geräte sind relativ gut verteilt. Sie sind größtenteils so verortet, dass sie verschiedene Geräte zu einem Muskel-Bereich abdecken. Muskelaufbau und Kardio ist erkennbar separiert und trägt damit dazu bei, einem das Workout etwas angenehmer zu gestalten.Besonders aufgefallen ist uns die Trennung von Geräte- und Freihantel-Areal. Für die unter euch, die also gerne ohne Geräte trainieren, gibt es im FitX einen gesonderten Raum für allerlei Spielereien mit Lang- und Kurzhanteln, SZ-Stangen, Kettlebells (Kugelhanteln) und diversen anderen Utensilien.

Das FitX hat rund um die Uhr geöffnet, also 24 Stunden sieben Tage die Woche. Zudem kann man sich auf der Internetseite darüber informieren, zu welcher Uhrzeit an welchem Tag vermehrt und zu welcher Uhrzeit eher weniger im Studio los ist. Zum Preis von studentenfreundlichen 15 Euronen monatlich und einer einmaligen Freischaltungsgebühr von 29 €, gibt es nicht nur die Möglichkeit zu trainieren, sondern auch kostenlose Duschen und eine Getränke-Flat. Auch die Parkplätze sind kostenlos. Was auch noch interessant sein dürfte, sind die Kursräume. Es gibt für diesen Preis tatsächlich hauseigene Kurse wie „Yogilati“ und ähnliche.

Von der Ausstattung abgesehen, gibt es aber auch ein paar kleine Mankos. Wir fanden bei unserem Besuch heraus, dass die Trainer-Präsenz sehr zu wünschen übrig lässt. Auf der Internetseite ist die Rede von inklusiver Trainerbetreuung, welche im Klartext aber nur bedeutet, dass immer eine Aufsichtsperson im Studio herumschwirrt. Trainingsunterstützende Hinweise erhält man nicht einfach so, eventuell aber auf Nachfrage. Geräte waren wegen ihrer hohen Zahl aber fast immer verfügbar. Besucht wird das Studio von einem gemischten Publikum. Augenscheinlich sind dort aus jeder Berufs- und Altersgruppe (Kinder ausgeschlossen) Menschen anzutreffen. Dieses Studio besticht mit seinem Preis und der Getränke-Flat. Einmalig zur Anmeldung bekommt man sogar ein sogenanntes „Starterpack“, in dem einige FitX-Artikel enthalten sind, so z.B. ein Handtuch und eine Trinkflasche.

 

McFit

Das McFit ist ebenfalls eine Kette. In Siegen ist das Studio direkt am Omnibus-Bahnhof in Siegen ansässig. Man findet es in dem Kino-Komplex, fast gegenüber vom Netto-Supermarkt. Hier sind einige Kriterien so erfüllt, wie wir es am FitX bereits aufzeigen konnten. In Sachen Preis, Angebote und Design unterscheidet es sich von diesem. Denn das McFit kostet 19,90 € im Monat – plus einer Gebühr von einmaligen 19 € zur Aktivierung der Membercard – und hat im Gegensatz zum FitX keine Getränkeflat. Mit richtigen Kursen fährt McFit allerdings nicht auf‚ aber bietet stattdessen ganz im Stil unserer mediatisierten Gesellschaft ‚virtuell‘ geleitete Kurse an. Dort findet ihr in klimatisierten Räumen große Projektionsflächen vor, auf denen Fitnessvideos in Dauerschleife laufen. Geräte sind in überaus großzügiger Art vertreten und werden durch ein weiteres Stockwerk mit zusätzlichen Geräten und Freihantel-Bereich ergänzt.

Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass die Geräte größtenteils auffällige Gebrauchsspuren aufweisen und die Gewichte im Freihantel-Bereich oft nicht dort vorzufinden sind, wo sie eigentlich hingehören. Hervorstechend ist in diesem Studio der „Cage“. Dieser bezeichnet eine Art Käfig, also einen Bereich, der mit Käfig-Gittern vom restlichen Bereich abgetrennt ist. Dort gibt es einige ausgefallenere Trainingsoptionen, wie etwa ein 10 Meter langes Schwingtau und eine sogenannte „Sling Zone“, in der man die Möglichkeit hat mit seinem eigenen Körpergewicht zu trainieren. Hier kann man festhalten, dass sich das McFit nach seinem kürzlich erfolgten Umbau, nur noch marginal vom FitX unterscheidet (ähnliche Ausstattung, dieselben Öffnungszeiten, kaum Unterstützung von Trainern).

 

BE FIT FITNESS

Das BE FIT FITNESS könnte man als noch wachsende Fitnessstudio-Kette bezeichnen. Bislang ist es bei Weitem nicht so zahlreich vertreten wie etwa das McFit. Dennoch sprechen uns hier ebenfalls Preise und Ausstattung an. Die Mitgliedschaft kostet hier auch 19,90 € pro Monat plus einer Anmeldegebühr von 20 € und weiteren 20 € Verwaltungsgebühr einmal jährlich. Auch hier sind die Kriterien wie Geräte, Trainer, Hygiene etc. vergleichbar mit FitX und McFit. Im Siegener Studio, welches sich auf der Leimbachstraße direkt neben dem XXL-Fressnapf befindet, sind uns einige Dinge positiv aufgefallen.

Zum einen gibt es dort merklich weniger Besucher, als wir das von den üblichen Ketten gewohnt sind. Dadurch wird die Ordnung im Studio, vor allem im Hantelbereich, besser gewährleistet. Zum anderen haben uns die Geräte um einiges mehr angesprochen. Unserer Meinung nach sind diese dort vom Handling wesentlich angenehmer, auch, wenn ein paar augenscheinlich schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Doch vereinzelt sind dort auch neuere Geräte vorzufinden. Wie etwa in der Kardioecke. Zusätzlich werden hier im Preis inbegriffene lizenzierte Kurse wie Zumba u.ä. für Kardioenthusiasten angeboten.

Negativ zu erwähnen ist hier, dass das Studio an sich relativ klein ist, auch wenn es auf den ersten Blick tatsächlich sehr weiträumig wirkt. Sollten sich hier doch einmal mehr Leute als üblich herumtreiben, dann könnte es in der Tat eng werden. Das Design des Studios ist ganz klar Geschmackssache. Alles ist in grau und rot gehalten und wirkt vielleicht etwas unmodern. Leider hat das Studio nicht durchgehend geöffnet und bekommt daher den ein oder anderen imaginären Punkt abgezogen. Die Öffnungszeiten sind aber trotzdem mehr als ausreichend: Mo-Fr: 6:30-23:00 Uhr, Sa-So: 7:00-22:30 Uhr.

 

Day Night Sport

Das Day Night Sports am Hauptmarkt im Siegerlandzentrum Weidenau ist rein optisch schon mal der Ausnahmefall unter den Studios. Dort ist es bunt und kitschig und vielleicht sogar absichtlich etwas retro. Das muss man schon mögen, sonst könnte man es als Banause auch glatt als arg hässlich bezeichnen. Die dominierenden Farben in dem Studio sind türkis, orange, schwarz und weiß auf einem hellen Holzboden. Auch Neonlichter werdet ihr dort finden. Das Studio ist neben dieser gewöhnungsbedürftigen Farbkombination noch viel eher in die Liga der kostengünstigen Ketten à la McFit und co einzuordnen, als die bisherigen. Denn mittlerweile hat dieses Studio sogar aufgerüstet und glänzt mit einer ganzen Schar neuester Geräte.

Neben diesem Stimulus sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass der getrennte Freihantel-Bereich immer in ordentlichem Zustand ist. Sofern wir das beurteilen können, werden Gewichte und dergleichen immer zurück an ihren Platz geräumt. Außerdem gibt es einen separierten Bereich für Frauen, den „Ladycorner“, in dem Geräte, Hanteln und Matten bereitstehen. Das Studio reizt schon ziemlich mit nur 18,80 € monatlich, einer einmaligen Service-Gebühr von 29 € und hervorragenden Bedingungen in Sachen Kurse, zu denen ebenfalls lizenzierte wie Zumba und dergleichen angeboten werden. Mit einigen weiteren Extras, wie etwa einem Solarium für 1,60 pro Sitzung, einer Getränkeflat und Sommerkursen im Freien auf dem Dach, legt es eine preisliche Glanzleistung hin. Geöffnet hat das Studio außer an Feiertagen durchgehend.

 

HealthCity

Das HealthCity bzw. die HealthCity, ebenfalls am Hauptmarkt, lockt mit einem ganz besonderen Service, und zwar bieten sie eine „professionelle Fitness- und Ernährungsberatung“ an. Wie genau diese Beratung aussehen soll, wenn man ein vollwertiges Mitglied ist, das können wir euch leider nicht sagen. Aber wie diese ausschaut, wenn man ein Probetraining macht, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Ihr könnt euch auf ein längeres Gespräch einstellen, bevor ihr überhaupt mit dem Training anfangen könnt. Also mal kurz reinschauen und ausprobieren ist da gar nicht angesagt. Ihr kommt dort also rein und werdet erst einmal überaus freundlich begrüßt und mit Vornamen angesprochen. Man ist sich also per du. Dann wird so etwas wie eine Anamnese aufgestellt (wie bei einem Besuch beim Arzt), um ein Profil von euch zu entwickeln. Dazu gehören Fragen nach eurem Gesundheitszustand, eurem Fitnesslevel und euren Zielen. Schon hierbei werden erste Tipps zur Ernährung und zum Training gegeben.

Nach dieser Beratung, welche je nach Person zwischen 10 und 20 Minuten dauern kann, geht es dann ans Training. Auch hierbei werdet ihr begleitet und professionell angeleitet. Wir können mit Sicherheit sagen, dass die anderen Leute in dem Studio nicht alle an der Hand geführt wurden, das bedeutet also, dass ihr dort als Mitglied natürlich auch ohne die Trainer trainieren könnt. Wie gesagt werdet ihr dort also angeleitet und zuallererst ordentlich in die Geräte eingeführt, was bisher übrigens bei keinem anderen Studio der Fall gewesen ist.

Die Geräte dort sind nicht mehr oder weniger in Schuss als in allen anderen auch, das Studio ist allerdings nicht besonders groß und der Platz zwischen den Geräten ist ziemlich kurz gehalten. Bewegungsfreiheit vermisst man dort eher, besonders dann, wenn es etwas voller ist. Die Trainer machen den Eindruck, als hätten sie eine ordentliche Ausbildung genossen, was durchaus als Motivation dienen kann. So ist das Training mit einem Trainer vor Ort durchaus sinnvoll, wenn man denn ein Ziel vor Augen hat, aber noch nicht weiß, wie man es erreichen kann. Für alle, die sich bereits bestens auskennen, mag das vielleicht gar nicht mal notwendig sein. Wie gesagt ist das Studio-Equipment an sich weniger spektakulär, aber vollständig, modern und funktionstüchtig.

Das Highlight HealthCitys ist hier die Spa-Ecke, nämlich die Sauna und das Dampfbad. Verfügbar sind diese natürlich kostenlos für alle Mitglieder. Zusätzlich gibt es dort sogar eine Kinderbetreuung, sodass Kinder und Training gut vereinbar werden. Und als Sahnehäubchen bietet es auch dort eine Getränke-Flatrate und viele Fitnesskurse. Alles in allem ist dieses Studio ziemlich umfangreich und durchaus empfehlenswert….

WENN man denn genug Geld hat. Denn hier findet ihr keinen lockeren 20-Euro-Tarif. Es werden stattdessen drei verschiedene Preismodelle angeboten. Es gibt die 6 monatige, die 1 Jahres und die 21 monatige Mitgliedschaft. Die 6 monatige Mitgliedschaft bekommt man für 69,90 € pro Monat, die 1 Jahres Mitgliedschaft für 59,90 € pro Monat und die 21 monatige Mitgliedschaft für 49,90 € pro Monat. In der Regel ist das Studio von 9 manchmal auch von 7 bis 22:30 Uhr geöffnet. Unser Fazit ist, dass man dieses Studio als Student mit normalem Studenteneinkommen wirklich nicht in Betracht ziehen sollte. Zumal es für Leute die keinen Wert auf Schnickschnack legen sowieso nicht besonders viel bietet. Das Studio entspricht nämlich nur der durchschnittlichen Fitnessstudio-Ausstattung. Von den vielen Extras mal abgesehen.

 

Body-fit-Center

Das Body-fit-Center liegt – schon seit 1982 – ziemlich versteckt auf der Koblenzer Straße. Wenn man denn mal den Eingang gefunden hat, wird man von einer geselligen Kneipenatmosphäre begrüßt. Der anfängliche familiäre Eindruck bewahrheitet sich im Laufe des Trainings. Denn, wie wir erfahren, legt der Inhaber Jürgen Merkt bewusst sehr viel Wert eben auf genau dies. Wenn man es wünscht, dann bekommt man eine genaue Anleitung zu jedem Gerät und die bestmögliche Form der Ausführung genauestens geschildert. Das Studio an sich ist nicht besonders groß, eben kein McFit. Aber auch nicht klein! Mit seinen 400 m² ist es mehr als ausreichend. Es bietet verschiedene Räume die ähnlich wie FitX und co eine Teilung in gewisse Trainings-Bereiche aufzeigen. Die Geräte haben Flair und sind sehr funktional, da definitiv aus einer älteren Generation.

Mir persönlich hat es besonders viel Spaß gemacht, dort zu trainieren. Man bekommt das Gefühl, man sei in Los Angeles am Muscle Beach, nur ohne die Pumper. Wem das nicht gefällt, der wird vielleicht eine Gewöhnungsphase brauchen. Das Studio an sich scheint nicht besonders gut besucht zu sein, doch die, die dort sind, die kennen sich fast alle untereinander. Es ist eben sehr familiär und entspannt. Für einen Studentenpreis von 36 € monatlich zu 6 Monaten Laufzeit, bzw. 34 € monatlich zu 12 Monaten Laufzeit, könnt ihr euch selbst ein Bild von diesem Studio machen.

Neben der sehr hygienisch wirkenden Einrichtung habt ihr auch hier zusätzlich die Option einige Extras auszuprobieren. Denn das Studio bietet die Möglichkeit, gegen einen kleinen Aufpreis von 1,50 € „Sonne“ auf der hauseigenen Sonnenbank zu tanken. Außerdem kann man zum Training ein All You Can Drink mit mineral-angereicherten Getränken für 2 € erhalten. Die Öffnungszeiten lassen nur ein gewisses Maß an Flexibilität zu. Montags, mittwochs und freitags von 8-21 Uhr, dienstags und donnerstags von 16-21 Uhr, samstags von 15-19 Uhr und sonntags von 10-13 Uhr.

Kurzum: Alle getesteten Studios bieten die volle Bandbreite aller nur erdenklichen Sport-Materialien für ein ausgiebiges Workout. Zusammenfassend kann man also sagen, dass sich fast alle Studios preislich und auch technisch absolut für ein zielorientiertes Training eignen. Sie sind alle sauber und bieten etwas für jeden Sportler.

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