Neon wie es nicht bloß scheint Fortsetzung eines Romans

[…] Durch die Drehtür hindurch und eine Wendeltreppe hinunter, stand ich vor zwei massiven Schwingklappen, wie ich sie in etwa aus der Kneipe meines Großvaters kannte. An der Bar saßen zwei Männer. Beide trugen Anzüge. Einer hatte seinen Schlips zu einem Stirnband gebunden und ich dachte, dieses Bild aus irgendeinem, wahrscheinlich amerikanischen, Film zu kennen, denn viel zu häufig entnahm ich bestimmte Wahrnehmungsmuster meiner cineastisch-ikonographischen Erziehung. An einem Rundtisch in der hinteren Ecke des rechteckig gelegten Altbaus vermutete ich Studenten. Als Erstes fiel mir jedoch die räumliche Symmetrie ins Auge. Über die Tische hinweg bewirkte sie etwas von einem Bild oder einer Postkarte. Das lag vor allem daran, dass der Raum in den […]

Neon wie es nicht bloß scheint Fortsetzung eines Romans

[…] Direkt vor Dorothees Wohnung war es noch viel lauter, als es vom Fenster aus immer ausgesehen hatte. Fünf Mädchen, ineinander gehakt, kreischten den Refrain von I don´t wanna miss a thing. Im Kampf um den Wein, den sie einander herumreichten, ergaben sich die hochhackigen Absätze mit jedem Schritt dem Gewicht, das auf ihnen lastete. Ein paar Typen, die ich unweigerlich als Proleten ausmachte, augenscheinlich Bankdrücker, skandierten irgendeinen Mist, bei dem lediglich der Kreuzreim entscheidend ist. Ich machte mich auf den Weg zur nächsten Metro. Die 103 stand abfahrbereit. Wie immer. An der 79 Street, die direkt am Hudson liegt, stieg ich aus und war irritiert, dass ich mich an […]